Der Falkner

Mit elf Jahren bekam ich von meinem um 7 Jahre älteren Bruder einen jungen Turmfalken zur Betreuung. Dieser Vogel erweckte in mir die Leidenschaft für Greifvögel die mich bis zum heutigen Tag im Bann hält.
Mehrere Turmfalken und Mäusebussarde wurden im Laufe der Zeit von mir gepflegt eingeflogen und wieder in die Natur entlassen. Mit 14 Jahren flog ich auch den Beizhabicht meines Bruders, konnte somit auch die ersten Erfahrungen in der Beizjagd sammeln. Mit 17 Jahren bekam ich dann den ersten Habichtsterzel um mit im die Beizjagd auf Fasane auszuüben.
1973 war es noch einfach die Falknerei ausüben zu können. Für 10,–DM löste man im Landratsamt einen Falknerjagdschein und durfte somit die Beizjagd ausüben. Dies galt bis 1975. Die Falknerprüfung wurde gefordert, was unbedingt notwendig war. Wer bis 1975 fünf Falknerjagdscheine gelöst hatte brauchte die Falknerprüfung nicht abzulegen. Ich schaffte bis zu diesem Zeitpunkt nur drei gelöste Falknerjagdscheine, so war ich einer der ersten Kandidaten die 1980 die Falknerprüfung in Landshut (Niederbayern) ablegen durfte.
Ab 1985 war ich als Referent in den Falknerkursen des Deutschen Falkenordens tätig.
1995 wurde ich dann als Prüfer für die Falknerprüfung berufen.
Im März 1999 wurde ich zum Landesverbandsvorsitzenden des DFO (Deutscher Falkenorden) gewählt bis ich dieses Amt 2013 niederlegte.
Von 1995 bis 2001 war ich im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum tätig. Hier betreute ich vor allem die Schulen. In Zusammenarbeit mit dem Umweltbeauftragten der Münchner Volksschulen Herrn Kienzler, entstand im Museum der “Pirschgang”, der bei den Schülern und Lehrkräften sehr beliebt war. Herr Kienzler war auch bei dem Neuen Projekt “Lernen in der Natur” eifriger Mitstreiter.
2001 machte ich mich als Falkner selbständig. „Lernen in der Natur“ ist momentan bei Kindergärten und Schulen der Renner und bei öffentlichen Greifvogelflugvorführungen sind unsere Greifvögel auf historischen Festen, Ritterturnieren, Stadtfesten usw. zu bewundern.  Seit einigen Jahren werde ich dabei tatkräftig von meiner Tochter Sandra Schreyer-Götz unterstützt, die als Falknerin tätig ist.